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Saturnian Current: Illuminatio Doctrinae Mysterii (Review)
| Artist: | Saturnian Current |
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| Album: | Illuminatio Doctrinae Mysterii |
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| Medium: | CD/Download | |
| Stil: | Black Metal |
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| Label: | Sinistrari Records | |
| Spieldauer: | 53:36 | |
| Erschienen: | 23.06.2026 | |
| Website: | [Link] |
SATURNIAN CURRENT aus Atlanta, Georgia lassen seit letztem Jahr mit ihrem Debütalbum „Illuminatio Doctrinae Mysterii“ aufhorchen, auf dem sie ihr Black-Metal-Fundament um manchen Seitenblick in Richtung anderer Subgenres erweitern.
In puncto Laufzeit durchbrechen drei von sechs Titeln die Zehn-Minuten-Marke, was gut zu den allgegenwärtigen Post-Black Metal Anleihen passt.
Hier und da schleichen sich zwar ein paar kompositorische Längen ein, wenn sich etwa die Gitarre in repetitiv lautmalerischer Manier in einem einzigen Riff verliert, wie z.B. in manchen Teilen von „Induction into Impermanence (Percursus Ultra Sphaeras I: Praestructio Discipilinae Cultus)“, aber unterm Strich darf Alleinmusiker J. Silvanus ein gutes Händchen für Stimmungen attestiert werden.
„Elysium in Exilio (Doctrina Mysterii I: Explicatio)“ etwa verbindet melancholischen Post-Black-Metal mit prägnanten Synthesizern und akustischen Gitarren, die kaum aufgesetzt wirken, sondern den erzählerischen Charakter, der u.a. vom sonoren Klargesang ausgeht, stimmig in Szene setzten.
Spätestens mit „Deep Within the Conflux of Essence and Form (Katabasis I: Adspectus Descensus Universi ad Initium Omnis Hypostasis)“ stehen die Zeichen dann aber wieder auf Sturm.
Blastbeats und vibrierende Gitarren, verbinden sich zu einer Art Avantgarde-Black-Metal-Punk, der rotzig und farbenfroh zugleich erscheint.
Das Finale „Monarch of the Saturnian Realms (Doctrina Mysterii II: Oratio Finalis)“ gibt sich derweil melodisch-progressiv und setzt auf eine anwachsende Atmosphäre anstatt dauerhafte Blasts oder allgegenwärtigen Kitsch-Kleister. Stattdessen werden die Rhythmen und verschiedenen Motive des Stücks in relativ schnell greifbare Happen geteilt, ohne, dass die übergeordnete Struktur verloren geht. Daraus ergibt sich ein in Teilen erhebender Charakter, der „Illuminatio Doctrinae Mysterii“ mit drängender Atmosphäre beendet.
FAZIT: SATURNIAN CURRENT haben mit „Illuminatio Doctrinae Mysterii“ ein stimmungsvolles, manchmal nicht ganz leicht zu verdauendes Black-Metal-Album am Start, das seinen Platz zwischen progressivem Seitenblick und traditioneller Dunkelheit bzw. Aggression findet. Nach einiger Reifezeit entfaltet sich ein düsterer Reiz, der vielfach im Detail der Kompositionen steckt und dafür sorgt, dass die Halbwertzeit der Musik länger ausfällt als anfangs vermutet.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- The Diademed Crown (Cultus Caerimonia I: Inauguratio Sacramenti)
- Elysium in Exilio (Doctrina Mysterii I: Explicatio)
- Induction into Impermanence (Percursus Ultra Sphaeras I: Praestructio Discipilinae Cultus)
- ...from out of Moira's Clutches Unbound (Percursus Ultra Sphaeras II: Consumatio)
- In Transcendent Rupture (Cultus Caerimonia II: Sacramentum Claudit)
- Deep Within the Conflux of Essence and Form (Katabasis I: Adspectus Descensus Universi ad Initium Omnis Hypostasis)
- Monarch of the Saturnian Realms (Doctrina Mysterii II: Oratio Finalis)
- Bass - J. Silvanus
- Gesang - J. Silvanus
- Gitarre - J. Silvanus
- Schlagzeug - J. Silvanus
- Illuminatio Doctrinae Mysterii (2026) - 12/15 Punkten
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