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A Liquid Landscape: Rogue Planet (Review)
| Artist: | A Liquid Landscape |
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| Album: | Rogue Planet |
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| Medium: | CD/LP/Download | |
| Stil: | Alternative Progrock |
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| Label: | Glassville Records | |
| Spieldauer: | 41:10 | |
| Erschienen: | 05.06.2026 | |
| Website: | [Link] |
Nach fast einem Jahrzehnt kreativer Funkstille meldet sich die niederländische Progressive-Alternative-Rock-Formation A LIQUID LANDSCAPE mit ihrem dritten Studioalbum „Rogue Planet“ zurück. Neben den vertrauten atmosphärischen und progressiven Elementen rücken diesmal leicht kantigere Facetten in den Vordergrund, die an den Alternative Rock der späten 90er- und frühen 2000er-Jahre erinnern. So entstehen etwas härtere Klangtexturen, ohne dass die proggige und atmosphärische Grundierung verloren geht, die den Sound der Vorgängeralben geprägt hat.
Die sieben Nummern starten mit „Few And Far Between“ Part 1 und 2 zunächst entspannt: Weiche Klangwelten, verträumte Vocals und sanfte Gitarrenklänge sorgen anschließend für jene entrückte Atmosphäre, in der sich A LIQUID LANDSCAPE hörbar wohlfühlen. „Consequence“ bringt etwas Rock ins Spiel, wenn der klackernde Bass die Richtung vorgibt, während ein eingängiger Refrain dezente Brit-Pop-Assoziationen weckt. „Raven Song Pt. 2“ schlägt danach eine noch kantigere Richtung ein, wenn die verzerrten Gitarren die Regie übernehmen und Alternative-Rock- beziehungsweise Post-Grunge-Anklänge einfügen. Die Schlussnummer „Virgo Calling“ entschleunigt das Geschehen dann zunächst wieder, bevor auch hier die Gitarrenrock-Fraktion durchschimmert. Allerdings stets wohldosiert, allzu weit vom atmosphärischen Fundament will man sich dann doch nicht entfernen.
Und dieses Wechselspiel zwischen zarter Melancholie und kontrollierter Härte ist eine Stärke von „Rogue Planet“. Die Gitarren dürfen mal rauer auftrumpfen und stellen einen Gegenpol zu den entspannten Klangflächen und den teilweise entrückt wirkenden Vocals dar. Kein Wunder also, dass die Niederländer gerne u.a. mit PINK FLOYD verglichen werden, vor allem, wenn man sich „Few And Far Between Pt. 2“ zu Gemüte führt.
FAZIT: Mit „Rogue Planet“ gelingt A LIQUID LANDSCAPE ein überzeugendes ‚Comeback‘. Die Niederländer verbinden atmosphärischen Progressive Rock mit Alternative-, Art-Rock- und dezenten Post-Grunge-Anleihen, ohne dabei ihren eigenen musikalischen Charakter zu verlieren. Statt auf plakative Effekte setzt das Album auf Atmosphäre, Dynamik und fein ausbalancierte Kontraste. Ein Werk, das mit jedem weiteren Hördurchgang an Tiefe gewinnt.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Few and Far Between (Part 1)
- Few and Far Between (Part 2)
- Intention
- Consequence
- Raven Song (Part 1)
- Raven Song (Part 2)
- Virgo Calling
- Bass - Robert van Dam
- Gesang - Fons Herder
- Gitarre - Fons Herder, Niels van Dam
- Schlagzeug - Coen Speelman
- Nightingale Express (2012) - 9/15 Punkten
- The Largest Fire Known To Man (2014) - 8/15 Punkten
- Rogue Planet (2026) - 10/15 Punkten
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